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Finanzierung von Existenzgründungen wird schwieriger

Das Kompetenzzentrum KfW Research hat Ende 2019 eine Analyse veröffentlicht, die besagt, dass Gründungsfinanzierung im Wandel sei und in den kommenden Jahren herausfordernder werde. Die Beratungsorganisation RKW Hessen kann Gründerinnen und Gründer über eine geförderte Existenzgründungsberatung in Zusammenarbeit mit einem Expertennetzwerk kompetent bei ihrer Finanzierung unterstützen.

Das volkswirtschaftliche Kompetenzzentrum KfW Research der Förderbank KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) hat in seiner Veröffentlichung “Gründungsfinanzierung im Wandel: Finanzierungsmix verändert sich deutlich“ einige interessante Entwicklungen beleuchtet.

Finanzierungsschwierigkeiten sind Hauptgründungsbarriere
KfW Research zeigt auf, dass die Gründungsfinanzierung eine Herausforderung sei, an der viele bereits in der Planung scheitern. So hätten im Jahr 2018 ganze 57% der Gründungsplaner mit Finanzierungsschwierigkeiten aufgrund der finanziellen Probleme ihre Existenzgründung abgebrochen, 2017 waren es 52% und 2016 nur 47%. Demzufolge sind Finanzierungsschwierigkeiten derzeit das häufigste Hindernis, die Selbstständigkeit auch wirklich durchzuziehen.

Sichtbare Änderung bei externen Finanzierungsquellen
Existenzgründer finanzieren ihre Geschäftsidee zum überwiegenden Teil mit eigenen Mitteln. Laut KfW Research nutzen nur 20 bis 25% der Gründer Finanzmittel externer Kapitalgeber. Hier sei eine nicht zu erwartende Entwicklung eingetreten: Banken und Sparkassen treten immer seltener als Kapitalgeber auf, Familie und Freunde dagegen umso häufiger. So nehmen Banken/Sparkassen von 2016 bis 2018 im durchschnittlichen Finanzierungsmix nur einen Anteil von 28% ein, während Familie/Freunde auf einen Anteil von 47% kommen. Vor zehn Jahren wurden Bankkredite noch wesentlich häufiger genutzt. Dies liege vor allem daran, dass die Möglichkeiten der Kreditwirtschaft, Risiko zu übernehmen, regulatorisch restriktiver geworden seien.

Nur bei hohem externen Kapitalbedarf spielen Finanzinstitute größere Rolle
Die Nachforschungen von KfW Research zeigen, dass die Formel „Kleinere Kapitalbedarfe = Familie/Freunde; größere Kapitalbedarfe = Finanzinstitute“ gelte. So wiesen in den Jahren 2016 bis 2018 Existenzgründer mit einem Kapitalbedarf unter 25.000 Euro im Finanzierungsmix einen Anteil von 55% von Familie/Freunden und nur 23% von Banken/Sparkassen auf. Bei einem Kapitalbedarf von über 25.000 Euro drehte sich das Bild, und Familie/Freunde hatten einen Anteil von 32%, wohingegen Banken/Sparkassen 38% einnahmen.

RKW Hessen als Partner in der Vorbereitung von Existenzgründungen
Die Gründungsfinanzierung bedarf einer guten Vorbereitung, einer detaillierten Planung sowie eines durchdachten Businessplans. Dies gelingt am besten in Zusammenarbeit mit Experten, die schon langjährige Expertise mitbringen. Das RKW Hessen bietet Existenzgründern eine durch öffentliche Mittel geförderte Existenzgründungsberatung und stellt ihnen für mehrere Tage einen RKW-Experten an die Seite.

Das RKW Hessen freut sich auf Ihren Anruf!

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Weitere Informationen erhalten Sie bei Roland Nestler, Leiter Beratungsteam Kelsterbach, RKW Hessen GmbH, Tel. 0 61 96 / 97 02 44.