Startseite  | Energie & Ressourcen | Integriertes Managementsystem | Praxisbeispiel

Elf hessische Tischlerbetriebe gehen „EcoStep"-Zertifizierung gemeinsam an

Gleich elf hessische Tischlereien haben sich zusammengefunden, um ihre Betriebe mithilfe des Managementsystems „EcoStep" zu verändern und zu verbessern. Ein halbes Jahr arbeiteten sie intensiv daran, ihre Arbeitsprozesse und Strukturen zu durchleuchten und zu optimieren. Der krönende Abschluss: Die EcoStep-Zertifizierung durch die DQS GmbH.

Als Vorreiter in der Branche des Tischlerhandwerks haben elf hessische Umwelt-Tischler den EcoStep-Beratungsprozess in nur sechs Monaten gemeinsam durchlaufen. Vorläufiger Höhepunkt: Das Zertifizierungsaudit bei der Thomas Maul GmbH und Co. KG in Freiensteinau. Die Tischlerei von Thomas Maul ist bundesweit die erste, die sich mit dem EcoStep-Zertifikat schmücken darf.

Auf das richtige Mittel kommt es an Doch damit nicht genug. Thomas Maul hat sein Audit zum Anlass genommen und die Mitstreiter aus den anderen zehn teilnehmenden Tischlereibetrieben in seinen Ausstellungsraum nach Freiensteinau eingeladen. Dort präsentierte einer nach dem anderen in Vorbereitung auf das eigene in den nächsten Wochen anstehende Audit, welche Verbesserungen dank EcoStep im eigenen Betrieb erreicht werden konnten. Denn so unterschiedlich die Leistungen der Tischlereien und die Portfolios der Möbelschreinereien sich darstellen, so differenziert konnten die Teilnehmer auch die Optimierung ihrer Betriebsführung angehen. Dazu gehören kann beispielsweise der Einsatz neuer Prüfeinrichtungen wie ein Infrarot-Messgerät, das jederzeit sicherstellt, dass die Temperatur der Kantenanleimmaschine optimal ist. Sinnvoll kann auch die Einführung von Tagesarbeitszetteln sein, die – nach Kennzahlen strukturiert – Aufschluss darüber geben, ob der Betrieb wirtschaftlich arbeitet. „Im Ergebnis zeigt sich, kein Unternehmen ist gleich, sogar dann, wenn alle derselben Branche angehören. Entscheidend ist deshalb nicht was Sie einsetzen, sondern dass Sie das Richtige einsetzen", rief DQS-Auditor Kreutzfeldt den gut gelaunten Teilnehmern zu.

Mehr als Umweltaspekte Unternehmerfrau Dorothee Stuckardt berichtete, dass der entscheidende Anstoß für die Teilnahme an EcoStep von der Gemeinschaft der Umwelttischler kam. „Ursprünglich ging es vor allem um Umweltaspekte. Doch durch EcoStep bekamen wir noch viel mehr an die Hand. Die Beratung hat uns geholfen den Führungsbereich besser zu strukturieren. Die Zusammenarbeit mit unserem Steuerberater klappt jetzt besser, weil wir neu geregelt haben, wie die Datenflüsse von A nach B laufen. Außerdem haben wir uns entschieden, neben meinem Mann einen weiteren Meister einzustellen", berichtet sie. So überzeugt von EcoStep, will sie dafür auch im Landesverband der Unternehmerfrauen im Handwerk werben.

Auch Thomas Maul ist froh über die EcoStep Ergebnisse. Seit fünfzehn Jahren ist er selbstständiger Unternehmer und hat seine Tischlerei kontinuierlich ausgebaut. Angefangen hat er mit seiner Frau und einem Lehrling. Inzwischen besteht seine Tischler-Mannschaft aus elf Personen. Er ist stolz auf sein Team, weil es die Ziele und Visionen des Unternehmens teilt. Der EcoStep-Beratungsprozess habe zu neuen Zuständigkeitsbereichen und Zuordnungen geführt. „Die Mitarbeiter werden stärker eingebunden. Sie arbeiten eigenverantwortlicher und sind dadurch viel motivierter. In Besprechungen gibt es immer wieder ein positives Feedback. Auch unsere Kundenrückmeldungen sind positiv. Das Unternehmen läuft", erklärt er erleichtert.

Kontakt

Kay Uwe Bolduan

Tel: 0 61 96 / 97 02-55
Ihre Anfrage