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Feuerschutz in sicheren Händen

Die Firma Jungels Feuerschutz & Sicherheit GmbH ist bereits seit 20 Jahren als Experte für die Beratung, Planung, Ausführung, Reparatur und Instandhaltung von brandschutztechnischen Anlagen und Geräten im Großraum Rhein-Main präsent. Vom Firmensitz in Eppstein aus betreut das Unternehmen mit 23 Mitarbeitern ca. 5.000 Objekte.

Dazu zählen neben Behörden, Verwaltungen und Industriebetrieben auch Gewerbe- und Privathaushalte. Der Rundum-Service aus einer Hand wird von den Kunden besonders geschätzt. Ein Alleinstellungsmerkmal, das neben der hohen Qualifikation der Elektrotechniker ganz wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg des mittelständischen Unternehmens beiträgt. Ein Großteil des Umsatzes wird durch die gesetzlich geforderten turnusmäßigen Wartungen von Sicherheitseinrichtungen aller Art generiert. Häufig sorgen Wartungen für Erweiterungs- oder Reparaturaufträge und aus jeder neu installierten Anlage entstehen wiederum Folgeaufträge. So ist die Auftragslage gut und durch zusätzliche neue Bestimmungen wie beispielsweise die Rauchmelder-Pflicht für Wohnräume ab 2014 wächst der Umsatz kontinuierlich. Das Stammpersonal wird fortwährend geschult und Auftragsspitzen durch Subunternehmer aufgefangen. Das Unternehmen bleibt dadurch auf hohem technischem Niveau flexibel und muss sich auch über Fachkräftenachwuchs keine Sorgen machen. Als Elektromeisterbetrieb sind alle Voraussetzungen für die Ausbildung eigener Mitarbeiter zum Elektrotechniker gegeben. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem Wettbewerb.

Nachfolge durch Geschäftsanteile vertraglich fixiert

Firmengründer Udo Jungels hat sich frühzeitig mit dem Thema Nachfolge auseinander gesetzt. Mit Elektrotechnikmeister Patrick Mula stellt er 2005 nicht nur einen brandschutztechnischen Experten ein, sondern überschreibt ihm auch 22% der Firmenanteile gegen entsprechende Eigenkapitaleinlage. Vertraglich wird die schrittweise Übernahme der Firma vereinbart und der Wechsel an der Spitze des Unternehmens Anfang 2013 ins Auge gefasst. So haben beide, Verkäufer und Käufer, ausreichend Zeit, sich einzuarbeiten und das Unternehmen in allen Teilbereichen kennenzulernen bzw. sich schrittweise aus dem aktiven Geschäft zurückzuziehen. Es wird auch vereinbart, dass Herr Jungels nach der Geschäftsübergabe mit seinem breiten Wissen, Erfahrungsschatz und Kundenkontakten für Vertriebsaktivitäten bereitstehen wird – dann auf Provisionsbasis quasi als Subunternehmer. Doch zunächst muss der Verkauf reibungslos über die Bühne gehen: dafür gibt es Beratungs- und Fördermöglichkeiten, die helfen, Fallstricke gar nicht erst auftreten zu lassen. Wichtige Aspekte wie die Analyse der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens, die Finanzierung des Kaufpreises sowie die rechtlichen Vertragsgrundlagen erfordern einen objektiven Blick von außen. Hierzu wendet sich Jungels Ende 2012 an das Beratungsteam des RKW Hessen in Eschborn. Im Rahmen einer vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung geförderten Umsetzungsberatung empfiehlt Projektleiter Roland Nestler die Unterstützung durch die Nachfolgeexperten Thomas Schader und Mathias Mundt vom Beratungsunternehmen Succeed GmbH in Dieburg. Zügig nehmen diese die Zahlen, Daten und Fakten des Betriebes unter die Lupe und erstellen einen Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan. Auch die Ziele und Wachstumspotenziale des Unternehmens sowie die Umsatzplanung für die Folgejahre arbeiten die Berater heraus und begleiten die Gespräche mit Steuerberater und Banken. Die lokal beteiligte Hausbank zeigt sich kooperativ und auch die Handwerkskammer liefert so umgehend ihre Stellungnahme.

KfW, WI-Bank & Bürgschaftsbank Hessen sorgen für Liquidität

Das vorhandene Eigenkapital in Form der Gesellschafteranteile von Herrn Mula wird durch das „KfW ERP-Kapital für Gründung“, den ERP-Gründerkredit universell und durch die „Gründungs- und Wachstumsfinanzierung Hessen“ der WI-Bank aufgestockt und über die Bürgschaftsbank Hessen abgesichert. So kann der künftige Geschäftsführer neben dem Kaufpreis für die verbliebenen 78% Geschäftsanteile auch die notwendigen Betriebsmittel aufbringen. Der langfristig angelegte Stabwechsel hat somit beiden Seiten ausreichend Raum für die umfassende Einarbeitung und den schrittweisen Rückzug vom Lebenswerk ermöglicht. 

„Die Umsetzung verlief unkompliziert und schnell“ resümiert Patrick Mula „Ob es mir selbst, ohne die Vermittlung durch das RKW gelungen wäre, einen adäquaten Unternehmensberater zu finden, ist fraglich da ich mich aufgrund der Empfehlung darauf verlassen konnte ein kompetentes Unternehmen vermittelt bekommen zu haben und ich möchte mich bei allen beteiligten Partnern für den positiven Erfolg bedanken.“

www.jungels.de

 

 

 

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Nachfolgeprozess gelungen

Bei Hydro-Zink in Fernwald-Steinbach berichteten Jürgen Zink und Walter Reinheimer wie sie sich handelseinig wurden. Knapp zwei Jahre dauerte der Nachfolgeprozess bis die Übergabe des Unternehmens in die Hände des neuen Eigentümers abgeschlossen war.

Seinem Vater wollte er es nicht gleichtun - mit Achtzig die Finger noch im Betrieb und warten bis nichts mehr geht. Als ältester Sohn der Familie hätte Jürgen Zink ursprünglich die elterliche Gärtnerei übernehmen sollen. Doch es kam anders. Zusammen mit seiner Frau Ursula gründete er das Unternehmen Hydro-Zink. Als Spezialisten für Innenraumbegrünung führten die beiden den Betrieb mit Herz und Verstand - fast ein Vierteljahrhundert. Doch irgendwann sollte Schluss sein. Spätestens mit 65 wollte Jürgen Zink in den Ruhestand gehen. Aus eigener Erfahrung wusste er: Eine Übergabe geht nicht von alleine und braucht Zeit. Schon bei der Gründung von Hydro-Zink hatte er sich Hilfe beim RKW Hessen geholt. Auch die Experten, die ihm Anfang der Neunziger halfen eine EDV einzuführen, waren ihm durch die hessische Wirtschaftsorganisation vermittelt worden. Daran erinnerte er sich gut.

"Ohne Begleitung und Beratung von außen wäre es nicht gegangen", kommentierte Jürgen Zink und erzählte weiter: "Im Januar 2006 führte ich das erste Gespräch. Dann hat alles seine eigene Dynamik bekommen." Durch den so genannten Übergabe-Kurzcheck wurde der Nachfolgeprozess eingeleitet. Noch losgelöst von einem konkreten Beratungsunternehmen, durchgeführt in vertraulicher Atmosphäre zeigte diese systematische Bestandsaufnahme, was beim Nachfolgeprozess alles bedacht werden musste. Offen war beispielsweise, ob der Sohn in die Fußstapfen der Eltern treten will. "Im Kurzcheck gingen wir alle Möglichkeiten der innerfamiliären und innerbetrieblichen Nachfolge gemeinsam durch. Als klar wurde, dass mein Sohn den Betrieb nicht übernimmt, war das befreiend für ihn ", erklärte Jürgen Zink. Doch für das Ehepaar Zink stellte sich nun die Frage nach einem externen Nachfolger. "Kay-Uwe Bolduan brachte uns dann in Kontakt mit Dirk Olbrich ", berichtete er weiter. Im Sommer 2006 erteilte das Unternehmerpaar der exact Beratung dann den Auftrag das Unternehmen zu bewerten und einen geeigneten Nachfolger zu finden. Geschäftsführer Olbrich ist Mitglied des KompetenzTeams Nachfolge beim RKW Hessen und neben seiner Tätigkeit als Berater betreibt er gemeinsam mit seinem Bruder Jens noch die Unternehmensbörse Mittelhessen. Nachfolgeprozesse in Hessen zu lösen, haben die Olbrich Brüder zum Konzept ihres Internetportals gemacht. "Dabei wollen wir möglichst auch den Standort sichern und die Arbeitsplätze in der Region halten.

Im Falle Hydro-Zink ist das hervorragend gelungen", bemerkte Dirk Olbrich. Er kennt sich aus: "Das Schlimmste ist, ein Unternehmen unter Druck zu verkaufen. Das drückt auf den Preis. Außerdem ist das Gebot des Meistbietenden noch lange keine Gewähr, dass das Geld am Ende wirklich fließt. Der Interessent muss die Finanzierung auch stemmen können. Und neben der Preisfrage, stellt sich immer auch die Vertrauensfrage." Deshalb war es wichtig, behutsam und vertraulich vorzugehen. Um keine unnötige Unruhe aufkommen zu lassen, wurden Mitarbeiter und Kunden erst informiert als feststand, wer das Unternehmen kauft. Und das Inserat in der Unternehmensbörse mit dem Verkaufsangebot von Hydro-Zink erschien anonym. Das gab Gelegenheit den Markt zu sondieren. Nur gegenüber ernstzunehmenden Interessenten wurde die Anonymität aufgehoben. Sie erhielten ein ausführliches Exposé und konnten sich so vergewissern, dass Hydro-Zink gut aufgestellt ist. Unter zehn seriösen Angeboten stellten sich bald zwei etwa gleichwertige als Favoriten heraus. Ein ausländischer Investor war zunächst mit im Rennen. Den Zuschlag erhielt schließlich Walter Reinheimer und Heinrich Braun Garten- und Landschaftsbau aus Solms-Oberbiel, auch weil sie das Unternehmen am Stammsitz weiterführen und so die Arbeitsplätze in der Region sichern. Die "Chemie" zwischen Zink und Reinheimer stimmte, ihre Ziele ließen sich am besten miteinander vereinbaren. Angefangen vom Auftrag an das Beratungsunternehmen bis zum notariell beglaubigten Verkauf im Sommer 2008 dauerte die Übergabe dennoch zwei Jahre.

Während Frau Ursula beim Notar die Tränen nicht unterdrücken konnte, merkte man Ehemann Zink seine Gefühle nicht an. In der Zeit der Verhandlungen gab es verständlicherweise auch Emotionen. Schließlich waren Verkäufer und Käufer über sechs Monate im Gespräch bis beide sich einig wurden. Bis zu seinem Entschluss Hydro-Zink zu kaufen, brauchte auch Walter Reinheimer seine Zeit. Kam bei der einen oder anderen Seite Ungeduld auf, glättete Dirk Olbrich die Wogen. Nach seinen Gefühlen gefragt, resümierte Jürgen Zink lachend: "Das geht schrittweise vor sich. Für mich war der Verkauf streckenweise wie ein Objekt zu managen. Natürlich spielen die Gefühle eine Rolle. Es ist dann aber auch wichtig, alles rund zu bekommen. Zur Zufriedenheit aller – unserer, der der Mitarbeiter, der der Käufer und der der Kunden. Das war unser Ziel. Das Unternehmen zu verkaufen war die schwierigste Entscheidung in meinem Unternehmerleben. Die Firma zu übergeben fiel schwerer, als das Unternehmen zu gründen". Käufer Reinheimer ist sich wohl bewusst, dass Jürgen Zink eine Lücke reißt, die noch geschlossen werden muss. Ein neuer Vertriebsleiter soll im Januar seine Arbeit bei Hydro-Zink aufnehmen. Noch bis zum Februar 2009 steht Jürgen Zink dem Unternehmen unterstützend zur Seite, auch das haben Nachfolger Reinheimer und er vertraglich so miteinander vereinbart.

www.hydro-zink.de

Kontakt

Roland Nestler

Tel: 0 61 96 / 97 02-44
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Thomas Fabich

Tel: 05 61 / 93 09 99-2
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